Unser Verein

Wissenswertes über den TSV und seine treibende Kraft.

Gerda Meyer ist 1938 im Frankfurter Stadtteil Eckenheim geboren. Die Eltern kauften in der Hauptstraße in Niederhöchstadt 1956 ein Haus mit Scheune für ihren Großhandel.
Im Jahr 1957 lernte Gerda Meyer ihren Mann Herbert kennen und heiratete ihn 1959. Schon in 1963 musste sie zusammen mit ihrem Mann den elterlichen Betrieb übernehmen, nachdem die Eltern kurz hintereinander viel zu früh gestorben waren. Es folgten harte Jahre für Gerda Meyer und ihren Mann Herbert.

Mehr durch Zufall als geplant, wurde Gerda Meyer dann zur Tierschützerin, die sie bis heute mit vollem Engagement ist. 1979 bei der Jahreshauptversammlung des Tierschutzvereins in Schwalbach wurde sie zur 2. Vorsitzenden gewählt. Wegen ihres großen Interesses für die Belange des Tierschutzes wurde Gerda Meyer 1980 zur 2. Vorsitzenden im Tierschutzverein Oberursel, und nur ein Jahr später war sie schon Vorstandsmitglied des Landestierschutzverbandes Hessen.

Von einem Vorstandsmitglied der Liberalen wurde Frau Meyer animiert, auf dem eigenen Grundstück einen Tierschutzverein mit Tierheim für Eschborn zu gründen. Schon am 18.09.1985 war es dann so weit: der Verein SOS Katzenhilfe e.V. wurde gegründet. Um gute Nachbarschaft zu pflegen und keinen Anlass für Beschwerden wegen ruhestörenden Lärms im Wohngebiet zu geben, konnten mitten im Ort keine Hundezwinger gebaut werden. Daher beherbergt das Tierheim bis zum heutigen Tag nur Katzen und Kleintiere.

Da der Vereinsname SOS Katzenhilfe jedoch oft falsch verstanden wurde, entschloss sich der Vorstand 1989, den Verein in Tierschutzverein und Katzenhilfe Eschborn umzubenennen. Sie fing innerhalb 3 Jahre 600 frei lebende Katzen ein, um sie von einer im Tierheim angestellten Tierärztin kastrieren, tätowieren und impfen zu lassen. Danach wurden die Katzen an der Einfangstelle wieder frei gelassen, mit der Zusicherung, dass sie weiter gefüttert wurden. Im Jahre 1990 wurde Tierschützerin Meyer in die Ethikkommission des Landes Hessen in Darmstadt berufen.

Dort lernte sie den Tierschutzbeauftragten der Hoechst AG kennen und organisierte mit ihm eine große Kastrationsaktion auf dem Gelände der Hoechst AG. Etwa 200 Katzen galt es zu versorgen. Nachdem die Tierversuche bei der Hoechst AG eingestellt wurden, half Gerda Meyer Beagles an andere Tierheime zu vermitteln und übernahm nach und nach alle ca. 180 Katzen aus dem Labor. Wegen ihres umtriebigen Wirkens wurden bald die Kindergärten und Schulen der näheren Umgebung auf Gerda Meyer und ihren Tierschutzverein aufmerksam. Es kamen Gruppen von 25-30 Kindern, darunter auch Behinderte, denen in Projektwochen der praktische Tierschutz näher gebracht werden konnte, vor allem der vernünftige Umgang mit Tieren.

Im Laufe der Jahre beherbergte das Katzenhaus einige 1.000 Tiere und im Durchschnitt vermittelt sie 200 bis 250 Katzen im Jahr, zuweilen mit Auftritten in der Fernsehsendung “Herrchen gesucht”.
Jedes Jahr in September findet ein Tag der offenen Tür statt, in 2005 würde gleichzeitig der 20. Geburtstag des Vereins gefeiert. Der Eschborner Tierschutzverein hat rund 200 Mitglieder.
Der Tiervermittlung erfolgt gewissenhaft und auch schriftlich, denn jedes Tier ist wie jeder Mensch ein Individuum, das Schutz und Pflege verdient.